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Schnyder

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Current research project

Title / Titel Prevalence of eating disorders in Switzerland
PDF Abstract (PDF, 14 KB)
Original title / Originaltitel Prävalenz von Essstörungen in der Schweiz
Summary / Zusammenfassung Hintergrund
Essstörungen stellen in unserer Gesellschaft ein ernsthaftes gesundheitliches Problem dar. Bei allen Formen von Essstörungen ist mit schwerwiegenden körperlichen, psychischen und sozialen Konsequen-zen zu rechnen. Essstörungen entstehen oft in der Jugend und verlaufen vielfach chronisch über viele Jahre. Bei einer erheblichen Zahl von Betroffenen führt die Erkrankung zu Invalidisierung oder zum Tod. Die multifaktoriellen Ursachen von Essstörungen sind erst in Ansätzen geklärt, dementsprechend sind auch die Behandlungsmöglichkeiten noch sehr unbefriedigend.
Die Schweiz verfügt über keine verlässlichen Daten hinsichtlich der Häufigkeit dieser potenziell lebens-bedrohlichen Krankheiten. Im Hinblick auf die Entwicklung besserer Therapieformen und wirksamerer Präventionsmassnahmen ist die Erfassung der Prävalenz dieser Erkrankungen von zentraler Bedeutung.

Ziele der Studie
Eine repräsentative, gesamtschweizerische Bevölkerungsstichprobe soll über die Häufigkeit aller Formen von Essstörungen befragt werden: Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und andere „atypische“ pathologi-sche Essverhaltensmuster wie z.B. die Binge Eating Störung. Es soll die 12 Monats-Prävalenz wie auch die Lebenszeit-Prävalenz von Essstörungen erfasst werden. Gleichzeitig sollen auch Daten über die häufigsten psychopathologischen Begleiterscheinungen von Essstörungen erhoben werden.

Methode
Die Daten werden aus einer repräsentativen Zufallsstichprobe der Allgemeinbevölkerung in den drei Sprachregionen der Schweiz gewonnen. 10’000 Frauen und Männer zwischen 15 und 60 Jahren werden mittels „Computer Assisted Telephone Interviews“ (CATI) unter Anwendung international validierter Un-tersuchungsinstrumente interviewt. Neben der Essstörungspathologie werden auch summarische Infor-mationen über Angststörungen, Depression und Schlafstörungen gewonnen.

Erwartete Resultate und deren Bedeutung
Aufgrund epidemiologischer Daten aus dem Ausland erwarten wir eine Lebenszeit-Prävalenz von Ess-störungen im engeren Sinne im Bereich von ca.1-2%. Zusätzlich erwarten wir in etwa 2-4% subklinische Formen gestörten Essverhaltens. Für die 12 Monats-Prävalenz erwarten wir Zahlen, die etwa die Hälfte der Lebenszeit-Prävalenz entsprechen.
Die Arbeit hat grosse Bedeutung, da bis heute keine verlässlichen Daten über die Häufigkeit von Essstörungen in unserem Lande vorliegen. Die Resultate der Studie werden Grundlagen für die Planung an-gemessener Präventions- und Behandlungsstrategien im Bereich der Essstörungen liefern. Zudem wer-den unsere Untersuchungen auch einen Vergleich mit den Daten anderer Länder ermöglichen.

Aktueller Stand: Datenerhebung abgeschlossen. Die Datenanalyse ist im Moment im Gang. Erste Publikationen stehen kurz vor der Einreichung.
Keywords / Suchbegriffe Eating disorders, anorexia nervosa, bulimia nervosa, binge eating disorder, orthorexia
Project leadership and contacts /
Projektleitung und Kontakte
Prof. Ulrich Schnyder, MD (Project Leader) ulrich.schnyder@access.uzh.ch
PD Dr. Gabriella Milos, MD gabriella.milos@usz.ch
PD Dr. Meichun Mohler-Kuo m.mohler@ifspm.uzh.ch
Funding source(s) /
Unterstützt durch
Other Public Sources (e.g. Federal or Cantonal Agencies)
Bundesamt für Gesundheit
Duration of Project / Projektdauer Dec 2009 to Dec 2012