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Boschung Küchenhoff

Fakultäten » Medizinische Fakultät » Psychiatrische Universitätsklinik » Affektive Erkrankungen und Allgemeinpsychiatrie Zürich Ost, Klinik für » Prof. Dr. Erich Seifritz » Boschung Küchenhoff

Completed research project

Title / Titel Edition of the correspondence between Eugen Bleuler and Sigmund Freud
PDF Abstract (PDF, 14 KB)
Original title / Originaltitel Der Briefwechsel zwischen Eugen Bleuler und Sigmund Freud
Summary / Zusammenfassung Gegenstand des Projekts ist die Edition des Briefwechsels zwischen Eugen Bleuler (Zürich) und Sigmund Freud (Wien) durch Dr. Michael Schröter. Erhalten sind 54 Briefe Bleulers und 25 Briefe Freuds von 1898-1937. Eine Ausgabe dieses Materials gilt seit langem als Desiderat. Sie wurde möglich, nachdem Bleulers Erben die Briefe Freuds freigegeben haben. Am intensivsten war die Kommunikation 1910-1914. Sie betraf den neugegründeten psychoanalytischen Verein, dessen Abschließung nach außen Bleulers Wissenschaftsverständnis widersprach, so dass er die Mitgliedschaft ablehnte. In einer anderen Brief-Gruppe von 1905 schickte er eigene Traumprotokolle nach Wien und bat Freud, ihm bei deren Deutung zu helfen: ein Selbstversuch zur Nachprüfung psychoanalytischer Annahmen. Neben der Edition soll eine Einleitung erarbeitet werden, in der die Beziehung zwischen Bleuler und Freud, die Annäherung wie die spätere Distanzierung, auf einer breiteren Quellenbasis (Briefe und Oral History Interviews) dargestellt wird, als es bisher geschah. Bleulers Bedeutung für die Freud-Rezeption am Burghölzli wird dadurch aus dem Schatten Jungs, in dem sie vielfach steht, heraustreten. Durch die Abwendung Bleulers verlor die Freud-Schule ihren einzigen Zugang zur akademischen Welt; ihr Weg in die Selbstisolierung war damit besiegelt. Diese Entwicklung bedeutete für ihre Zukunft eine schwere Hypothek und hat vielleicht auch die akademische Medizin eines innovatorischen Impulses beraubt. Soziologische Faktoren (die Verwurzelung der Psychoanalyse in der nervenärztlichen Praxis) spielten dabei eine Rolle. Die Weichen aber wurden im Bruch zwischen Bleuler und Freud gestellt, und das Schlüsseldokument für dieses Schlüsselereignis ist die Korrespondenz der beiden. Das Projekt soll die Bleuler- und die Freud-Forschung stärker miteinander verzahnen als bisher. Im Sinne dieser Kooperation wird Dr. Bernhard Küchenhoff vom Burghölzli einen eigenen Beitrag erarbeiten, der den spezifisch theoriegeschichtlichen Aspekt der Geschichte, einschließlich der fortdauernden Bedeutung der Psychoanalyse in Bleulers Werk nach 1913, behandelt und der in die geplante Publikation aufgenommen wird.
Publications / Publikationen Küchenhoff B (2000): Autismus – Autoerotismus. Das Verhältnis von
Psychiatrie und Psychoanalyse am Burghölzli. In Sprecher T (Hg.)
Das Unbewusste in Zürich. NZZ-Verlag, Zürich, 217-232
Küchenhoff B (2001): Die Auseinandersetzung Eugen Bleulers mit
Sigmund Freud. In Hell D, Scharfetter C, Möller A: Eugen
Bleuler – Leben und Werk. Huber, Bern, 57-71
Küchenhoff B (2006): Freud und Bleuler: Zur Geschichte der Beziehung
zwischen Sigmund Freud und Eugen Bleuler. In: Psychoanalyse
und Psychiatrie. H.Böker (Hrsg.) Springer Medizin Verlag
Heidelberg. S.41-52

Küchenhoff B (2009): Auf den Spuren des Verhältnisses zwischen S. Freud und E. Bleuler zwischen 1916 und 1927. In: Koellreuter A. (Hg.) „Wie benimmt sich der Prof. Freud eigentlich?“ Psychosozial-Verlag Giessen, 145 – 154

Küchenhoff B (2009): Bleuler, Freud and Jung on Dementia praecox (Schizophrenia) in 1908. The Letter, Irish Journal for Lacanian Psychoanalysis, 40, 69-82

Keywords / Suchbegriffe Eugen Bleuler, Sigmund Freud, history of psychiatry, history of psychoanalysis, Freud letters, International Psychoanalytical Association
Project leadership and contacts /
Projektleitung und Kontakte
Prof.Dr. Urs Boschung (Project Leader) urs.boschung@mhi.unibe.ch
Dr. Bernhard Küchenhoff (Project Leader) Bernhard.Kuechenhoff@puk.zh.ch
Other links to external web pages http://www.projectdb.snf.ch
Funding source(s) /
Unterstützt durch
SNF (Personen- und Projektförderung)
 
In collaboration with /
In Zusammenarbeit mit
Institut für Medizingeschichte
der Universität Bern
Bühlstrasse 26
CH-3000 Bern 9
Switzerland

Frau Prof. Esther Fischer-Homberger
Falkenhöheweg 6
CH-3012 Bern

Switzerland

Duration of Project / Projektdauer Aug 2009 to Jan 2011